FEDCIT - Federal state against cities: Immigrant incorporation in the context of new immigrant reception

The unprecedented number of newcomers in the past year provides an immense challenge to federal state and local authorities, who have to co-ordinate the provision of policies and funds for incorporating immigrants into society. This comparative study seeks to understand the role of federal states for the incorporation of immigrants in the context of the recent influx of asylum seekers in Germany and Austria in 2015.

Few studies have so far investigated the role of federal states in immigrant incorporation and no research has yet been carried out on the character of federal state immigrant incorporation policies that captures institutional structures, officials and immigrant spokespersons’ agency as well as the role of power in the design and implementation of these policies. By bringing together debates on multi-level governance as well as cities as scale the research advances our concepts of the governance of immigrant incorporation in a globalised and interconnected world.

Using mixed methods, the project applies an institutional ethnography of federal state ministries responsible for immigrant incorporation that allows tracing internal processes of policy development and observing interactions between the involved institutions and actors. The yielded thick description is combined with economic data as well as interview data and policy documents.

By deploying a comparative research design that consists of case studies in four federal states (Baden Württemberg and Saxony, Upper Austria and Burgenland), two of which are located in Germany and two in Austria, the project identifies the impact of different factors on federal states’ immigrant incorporation policies, namely the national level’s stance towards immigration, the regions’ economic positionality, and local actors’ active lobbying on the federal state level.

Hard Facts

Project Duration: September 2018 - August 2020

Funding: Marie Skłodowska-Curie actions (H2020)

Project Leader: Ayse Caglar

Project Staff: Maria Schiller


Translating Socio-Cultural Anthropology into Education (TRANSCA)

TRANSCA is a project that will state what social anthropology can do for education as a sustainable response of the European educational sphere to on-going and new societal challenges such as diversity, immigration, socio-economic disparities and exclusionary politic.

TRANSCA is a strategic partnership with the goal of  further developing the cooperation between teacher education and socio-cultural anthropology in order to address the crucial issue of social inclusion in schools by implementing e.g. tools for self-reflexivity and hierarchical positionality.

TRANSCA aims to promote, and in some countries initiate, the process of transferring relevant aspects of socio-cultural anthropological knowledge into teacher education in Europe by building on existing approaches and experiences and adding new and innovative didactic assessments and practices with regard to core societal issues and social science concepts (such as interculturality, diversity, migration, integration, gender, intersectionality etc.).

Hard Facts

Project Duration: September 2018 - August 2020

Funding: Erasmus +

Project Leader: Wolfgang Kraus

Project Staff: Christa Markom, Jelena Tosic

Website: https://transca.univie.ac.at/


Nachbarschaft im Wandel

Einflussfaktoren auf nachbarschaftliches Zusammenleben und Schlussfolgerungen für die Planung im Wohnbau  - Eine qualitative Studie

Das rasante Bevölkerungswachstum der Stadt Wien geht mit mehreren Entwicklungen einher. Wien ist eine fluktuierende Stadt geworden, aufgrund der einzigartigen Grenzlage noch stärker als andere Europäische Metropolen. Das ist nicht zuletzt auf veränderte Arbeitsbedingungen zurückzuführen und die damit verbundene Mobilität, die zu immer kürzeren Aufenthalten führt. Die Veränderung der Arbeitswelt steht im Einklang mit der Digitalisierung, sowie mit dem Wandel und der Vervielfältigung der Lebensstile. Diese und andere Entwicklungen stellen die Planung im Wohnbau vor immer neue Aufgaben. In Wien wurden in den letzten anderthalb Jahrzehnten viele Wege und Strategien erprobt, um sich den Herausforderungen, nach dem Prinzip der Sozialen Nachhaltigkeit, zu stellen.

Im Angesicht der Entwicklungen und der erprobten Ansätze stellt sich daher die Frage, was dies für das Zusammenleben in Wohngebieten bedeutet, die seit Anfang der 2000er Jahre in Wien entstanden sind. Das Projekt sieht die exemplarische Untersuchung von Monte Laa vor, einem Stadtteil mit seit einigen Jahren besiedelten, geförderten Wohnbauten aus verschiedenen Generationen, dessen Wachstum noch nicht abgeschlossen ist. Vor diesem Hintergrund geht das Forschungsprojekt drei Fragen nach:

  • Wie hat sich das nachbarschaftliche Zusammenleben im Stadtteil Monte Laa bislang entwickelt und in welchem Zusammenhang steht dies mit erprobten Planungsmaßnahmen?
  • Wie beeinflussen sich das Zusammenleben bzw. die Planungsmaßnahmen und erkennbare Bevölkerungsfluktuationen im Stadtteil?
  • Welche Schlüsse können daraus für die Planung weiterer geförderter Neubauten gezogen werden, insbesondere in Bezug auf das Gemeinschaftsleben bzw. auf die soziale Nachhaltigkeit als Planungskriterium?

In der Erforschung von Stadt- und Wohnräumen ist die sozial-räumliche Analyse üblich. Das Projekt will gezielt die zeitliche Analyse des Nachbarschaftslebens in den Mittelpunkt stellen. In Sinne einer vertieften qualitativen Analyse, wird auf 2011 zum selben Stadtteil gesammeltes, empirisches Material Bezug genommen, etwa in dem dieselben Personen interviewt werden. So sollen Veränderungsprozesse sichtbar nachvollzogen werden.

Hard Facts

Projektdauer: April 2018 - Jänner 2019

Finanzierung: Wiener Wohnbauforschung, MA 50, Referat Wohnbauforschung und internationale Beziehungen

Projektleitung: Daniele Karasz


Nunataryuk

Die meisten menschlichen Aktivitäten in der Arktis finden entlang den Küsten mit Permafrostböden statt. Diese Küsten sind zu einem der dynamischsten Ökosystemen der Erde geworden. Durch das Auftauen des Permafrosts sind diese Küsten einem raschen Wandel ausgesetzt. Die Veränderungen bedrohen die reiche Biodiversität, üben Druck auf die Gesellschaft aus und tragen zur Verletztbarkeit des globalen Klimasystems bei. NUNATARYUK ist ein Horizon2020-Projekt, das darauf abzielt, die Auswirkungen des Auftauens von Küsten- und Unterwasser-Permafrost auf das globale Klima zu ermitteln und zielgerichtete und mitgestaltete Anpassungs- und Mitigationsstrategien für die arktische Küstenpopulation zu entwickeln. Das Projekt bringt ForscherInnen verschiedener Disziplinen zusammen und die Universität ist eine von 26 im Projekt involvierten Partnerinstitutionen. ForscherInnen des Instituts für Kultur- und Sozialanthropologie sind an den Arbeitspaketen 9: Adaptation and Mitigation (Anpassung und Minderung) [nunataryuk.org/science/work-packages/wp9-adaptation-and-mitigation] und 7: Natural Resources, Economy and Coastal Community Planning (Naturressourcen, Wirtschaft und Gemeindeplanung) [https://www.nunataryuk.org/science/work-packages/wp7-natural-resources-economy-and-coastal-community-planning] beteiligt. Arbeitspaket 9 untersucht Anpassungs- und Minderungsstrategien in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandel und des auftauenden Permafrosts und zielt in einem zweiten Schritt darauf ab, das in anderen Arbeitspaketen zusammengetragene Wissen zu integrieren, um die Entwicklung von Anpassungs- und Minderungsstrategien zu unterstützen. WP 7 zielt darauf ab, neue Datensätze über den sozioökonomischen Status arktischrn Küstenzonen zu erstellen, einschließlich neuer Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Klimawandel, und um einen Rahmen für Ressourcenmanagement im Kontext von tauendem Permafrost zu entwickeln. Feldforschung wird in Kanada, Svalbard, Grönland und Russland durchgeführt.

Hard Facts

Projektdauer: 2017 - 2022

Finanzierung: EU Horizon 2020, BG-2017-1

Projektleitung: Peter Schweitzer

MitarbeiterInnen: Susanna Gartler, Alexandra Meyer

Webseite: nunataryuk.org


Configurations of “remoteness” (CoRe) - Entanglements of Humans and Transportation Infrastructure in the Baykal-Amur Mainline (BAM) Region

The Arctic and Subarctic have gained a surprising amount of attention in recent years. What used to be the ‘remote’ backwaters of global economic and political currents has morphed into a new frontier of geopolitics, resource extraction, and developmental designs. New transportation infrastructure often plays a critical role in the transformation of ‘remoteness’. The effects of new transportation infrastructures – accessibility, the shrinking of social and physical distance, the increased speed of connection – are not uncontested. On the one hand, those for whom ‘remoteness’ has been an asset, are often among the opponents of such developments. New transportation infrastructures are often not built to make the lives of local residents easier but to move cargo from point A to point B. Thus, there are ‘winners’ and ‘losers’ of such infrastructural developments.

Hard Facts

Project Duration: July 2015 - July 2020

Funding: FWF

Project Leader: Peter Schweitzer (Scientific Lead)

Project Staff: Alexis Sancho-ReinosoOlga Povoroznyuk, Gertrude Saxinger, Sigrid Schiesser, Christoph Fink (nicht mehr aktiv)

Student Collaborators: Gertraud Illmeier, Ilya Krylov

Website: http://core.univie.ac.at/ 


Ethnographische Datenarchivierung

Forschung in der Kultur- und Sozialanthropologie findet meist im engen persönlichen Kontakt mit den Beforschten statt. Die eigene Person und die eigene Biografie sind immer Teil dieses Prozesses. Ethnographische Forschung stellt hohe Ansprüche an methodische Kenntnisse, aber auch an Reziprozität, Reflexivität und Ethik. Aus diesen Gründen bringen die Archivierung und Nachnutzung von ethnographischen Daten große Herausforderungen pragmatischer, ethischer und rechtlicher Art mit sich – Herausforderungen, denen sich das Pilotprojekt stellt, um eine an die Eigenarten ethnographischer Forschung angepassten Archivierungsstrategie zu entwickeln.

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Projektdauer: Februar 2017 - Februar 2019

Projektleitung: Wolfgang Kraus, Birgit Kramreither, Igor Eberhard

Webseite: http://eda.univie.ac.at/ 


Loslassen – durchstehen – ankommen

Eine transdisziplinäre Studie zur rezenten Situation Geflüchteter in Österreich

Das im Rahmen des ÖAW-“Network for Refugee Outreach and Research” (ROR-n) in Kooperation mit dem Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien durchgeführte Projekt will anhand wissenschaftlich exakter Daten einen Beitrag zu einer Versachlichung der öffentlichen Diskurse über Geflüchtete leisten.

Theorien zu sozialen Netzwerken und zur Ethnizität werden als wichtige theoretische Ansätze herangezogen. Praktisch orientierte Ziele liegen in der Entwicklung von Politikempfehlungen, in umsetzbaren Good-Practice-Maßnahmen für Stakeholder sowie in nachhaltigen Lösungsvorschlägen in unterschiedlichen Integrations-bereichen. Des Weiteren ist intendiert, die Ergebnisse des Projekts in eine Panelstudie über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren einfließen zu lassen.

Methodisch sind rund 100 leitfadengestützte narrative biographische Interviews mit SyrerInnen, IrakerInnen und AfghanInnen durch Native-Speaker in Kurdisch, Arabisch und Farsi-Dari geplant, Großteils in Wien, aber auch in einigen kleineren österreichischen Gemeinden. Fokusgruppendiskussionen und ein Sample von ExpertInneninterviews mit VertreterInnen aus Politik und Administration, RepräsentantInnen werden das Datenset vervollständigen. Zusätzlich befassen sich mehrere Masterarbeiten von Studierenden der KSA mit den besonderen Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen und AsylwerberInnen in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem in Österreich.

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Projektdauer: März 2017 - Februar 2019

Finanzierung: Innovationsfonds der ÖAW

Projektleitung: MMag.DDr. Josef Kohlbacher (Institut für Stadt- und Regionalforschung, ÖAW), Mag.Dr. Maria-Anna Six-Hohenbalken (Institut für Sozialanthropologie, ÖAW) und Mag.Dr. Gabriele Rasuly-Paleczek (IKSA)

Mitarbeiterinnen: Sabina Bauer-Amin, MA (ISA), Dr. Leonardo Schiocchett (ISA), Dr. Marie Lehner, BA (Institute for Urban and Regional Research, Mag.Dr. Ursula Reeger (ISR) und Mona Röhm, MA (ISR)


Gangs, Brands and Intellectual Property Rights: Interdisciplinary Comparative Study of Outlaw Motorcycle Gangs and Luxury Brands

In 2010, Hells Angels Motorcycle Club, the most famous and most powerful outlaw motorcycle club in the world, operating in more than fifty countries across the world, sued Alexander McQueen, the iconic fashion designer, for trademark infringement. This case brought to light the Hells Angels obsession with protection of their intellectual property, an obsession that has since the 70s slowly spread across the world of outlaw motorcycle clubs at large. The fact that the most notorious and self-proclaimed outlaws take recourse to the very law they attempt to disregard raises questions about the nature of the encounters across the legal and illegal as well as of the strategic use of legal protection afforded by, for instance, the trademark law. The project aims at understanding the ways in which outlaw motorcycle clubs use the law and legal businesses to further their interests and acquire power across the spaces of legality and illegality. The project will specifically focus on outlaw motorcycle clubs in central Europe (Austria, Czech republic and parts of Germany) and will utilize ethnographic and historical research, combined with media and legal analysis.

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Project Duration: August 2016 – September 2018 (as Senior Visiting Researcher)

Project Leader: Tereza Kuldova

Website: https://www.tereza-kuldova.com/projects