Univ.-Prof. Dr. Tatjana Thelen

Universitätsprofessorin
Vizestudienprogrammleiterin der SPL Doktorat Sozialwissenschaften

Herausgeberin der Wiener Arbeitspapiere zur Ethnographie (WAPE)
Initiatorin der Vienna Ethnography Laboratories (Ethnolabs)
Mitglied im LOST Research Network

Mitglied im Visegrád Anthropologists’ Network
2016-17: Fellow am Zentrum für interdiszplinäre Forschung, Universität Bielefeld

Kontakt

Institut für Kultur- und Sozialanthropologie
Universitätsstraße 7, 1010 Wien
NIG, 4. Stock
Raum: B0404

T: +43-1-4277-49560
E-Mail: tatjana.thelen@univie.ac.at

Sprechstunden

Montag 12:00-13:00, um vorherige Anmeldung per E-Mail wird gebeten. Während der vorlesungsfreien Zeit unregelmässig und nur nach vorheriger Terminabsprache. Anfragen zur Betreuung von Abschlussarbeiten bitte zuerst an: Dr. Evangelos Karagiannis.

Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen: u:find

Vergangene Lehrveranstaltungen: u:find

Forschungsschwerpunkte

  • Verwandtschaft, Recht und Staat
  • Ökonomie, Eigentum und sozialer Wandel
  • Care, Differenz und soziale Sicherung
  • (Post)sozialistische Gesellschaften
  • Relationale Theorie

Kurzbiographie

Prof. Thelen started her academic career with a dissertation on consequences of post-socialist economic transformations in Hungary and Romania focusing specifically on property relations (PhD 2002, Freie Universität Berlin). As a senior researcher at the Max Planck Institute for Social Anthropology within the Working Group of Legal Pluralism she carried out research in eastern Germany and later also Serbia. During this time her focus shifted from the consequences of economic reforms on social inequality to care and welfare. Increasingly also the interfaces and boundary work between kinship and state formations as well as their epistemic foundations became an additional focus of her research.

Central to her theorising these developments has been the role of establishing and practicing care responsibilities for the (re)production (or dissolution) of significant relations. Drawing on diverse strands of social scientific literature, she argues that care as analytical concepts allows for bridging diverse field in economic and political anthropology allowing for new insights into social organisation. A second major field of her work concerns the critique of how social sciences had so far conceived of South-eastern European societies and their (post-socialist) transformations. Taken together both research fields fed into her latest interest in questions of how differences and relational categories are modelled upon understandings of historical development as central features of Western self-understanding. This question stood also at the heart of the interdisciplinary research group at the Center for Interdisciplinary research in Bielefeld which she headed together with colleagues from Los Angeles, Zurich and Bayreuth during the Academic Year 2016/17.

Ausgewählte, aktuelle Publikationen

Das Team

AssistentInnen

ProjektmitarbeiterInnen

Uni Docs

Anna Ellmer, MA

Brigitte Möller, MSc

ÖAW DOC-Team

Mag. Deniz Seebacher

DK Galizien / FWF Stipendiatin

Ilona Grabmaier, MA

Fellows

Forschungsschwerpunkte des Teams

Care, Verwandtschaft und lokale Staatlichkeit

In den letzten Jahrzehnten hat Care/Sorge in öffentlichen wie auch sozialwissenschaftlichen Diskursen zunehmend an Beachtung gewonnen. Die Forschung innerhalb des Teams hat einen relationalen Fokus auf der (Re-)Produktion wie auch der Auflösung signifikanter Bindungen. Im Mittelpunkt der Einzelprojekte stehen insbesondere Schnittstellen zwischen Verwandtschaft und staatlichen Institutionen. Einen Schwerpunkt bilden die Performativität und Auswirkungen wohlfahrtsstaatlicher Praktiken auf die Reproduktion von Marginalisierungen aufgrund von Differenzkonstruktionen. Einen weiteren Fokus bildet die Reproduktion von Verwandtschaft und Staat als getrennten Einheiten in Einrichtungen wie der öffentlichen Kinderbetreuung oder Hilfen für SeniorInnen.

Globalisierung: Translationsprozesse und neue Differenzkonstruktionen

Prozesse der Globalisierung bilden den zweiten Forschungsschwerpunkt des Teams. Zwei zentrale Problemfelder der anthropologischen Globalisierungsforschung stehen dabei im Fokus. Zum einen sind das Prozesse der Aneignung und Übersetzung global zirkulierender Ideen und Konzepte. Das Spektrum an Themen reicht vom Bereich der Politik über jenen der Wirtschaft bis hin zum Bereich der Religion. Den zweiten Schwerpunkt bilden Verschiebungen in der Konstruktion von Identitäten und insbesondere neue Differenzkonstruktionen im Zuge von Migration. Den zentralen empirischen Einstiegspunkt bilden Sorgepraktiken an der Schnittstelle von privat und öffentlich gedachten Räumen.

Team

Thelen

 

 

Karagiannis

Ellmer

Lammer

Grabmaier