Lehrveranstaltungsergebnisse

Hier werden die Ergebnisse aus BA und MA Seminaren vorgestellt, die aus kollaborativen Arbeitsprozessen der Studierenden hervorgegangen sind.

Eindrücke zu den unterschiedlichen Projekten im Zuge der Feldpraktika im BA und MA Curriculum können hier entnommen werden: Feldpraktika-Impressionen


Vernissage "Stories in Objects: Exploring Artifact Histories" (18.03.-30.06.2026)

Am 18. März 2026 fand die Eröffnung der Ausstellung "Stories in Objects: Exploring Artifact Histories" statt.

Im Zentrum stehen verborgene Geschichten, kulturelle Kontexten und das soziale Leben afrikanischer Artefakte, die im Seminar "Object biographies. Collection history and changing meanings of museum artifacts from Africa" (winter semester 2025) unter der Leitung von Constantin Vidal untersucht wurden, wie im Folgenden beschrieben wird: 

In this exhibition, the students share their research on African artifacts, exploring the fascinating stories behind these objects and the cultural contexts they've traveled through. Inspired by Igor Kopytoff's concept of the 'cultural biography of things,' they've delved into complex histories, meanings, and power dynamics shaping these artifacts' lives.

Through their posters, you'll discover how African objects have moved from ritual spaces to museums, markets, and back again, gaining and shedding meanings along the way. Our students' work highlights the dynamic relationships between objects, cultures, and histories – and the importance of understanding these connections.

The idea behind of the exhibition is

  • to share our research on African artefacts and their cultural significance with the public
  • to showcase the students' understanding of object biographies and cultural context
  • to foster dialogue and exchange between the institute and the community
  • to promote cross-cultural understanding and appreciation of African cultures
  • provide a platform for students to present their work and receive feedback.

The course instructor Constantin Vidal would like to thank his students for their dedication and for this exceptional piece of academic work, which provides a wealth of information on African artifacts.


Thinking Archives Ethnographically: Student Projects in Phaidra

Das ethnographische Feldpraktikum "Thinking Archives Ethnographically" (Wintersemester 2025), konzipiert und geleitet von Philipp Budka, resultierte in einer Phaidra‑Sammlung digitaler studentischer Arbeiten. Sie vereint Ergebnisse aus 15 Projekten von 21 Studierenden, die Archive in Museen, Ausstellungen und archivarischen Settings ethnographisch erforschen.

Die Projekte denken Archive in einem weiten Sinne neu und untersuchen, wie Objekte - etwa Teppiche oder private Videosammlungen - als Archive fungieren und wie Archivmaterialien in der Praxis begegnet und mit Bedeutung versehen werden. Im Zuge dieser Projekte haben die Studierenden digitale Produkte erstellt, die nun in Phaidra als Ergebnisse ihrer Forschung über Archive sichtbar und dauerhaft haltbar sind.

Die Sammlung ist hier abrufbar: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2315516


Vernissage "Kollaborative Ethnographie"

Am 27. Jänner 2025 fand die Eröffnung der Ausstellung "Kollaborative Ethnographie" unter großem Interesse statt. Die Ausstellung, die von Master-Studierenden des Instituts unter Leitung von Sabrina Steindl-Kopf konzipiert worden war, zeigt die Ergebnisse kollaborativen Arbeitens, bei dem die Forschungsteilnehmer*innen aktiv als kreative Mitwirkende in den Forschungsprozess eingebunden wurden und als gleichberechtigte Partner*innen gemeinsam zur Wissensproduktion beigetragen haben.

Mit der Ausstellung verfolgen die beteiligten Studierenden das Ziel, das gemeinschaftlich erarbeitete Wissen abseits reiner Textproduktionen sichtbar zu machen und zu einer reflektiven Beschäftigung mit den Ausstellungsinhalten - Reproduktive Selbstbestimmung, BIPoC Studierende am KSA-Institut sowie Kritische Männlichkeiten* - ein.

Die Ausstellung wurde im Wintersemster 2025/26 von Clemens Lafenthaler für PHAIDRA digitalisiert. 
zum PHAIDRA Eintrag


Theateraufführung "My Anthropology: That's Anthropology - Performance"

BA-Studierende präsentierten am 25. Jänner 2025 ihre kreativen Umsetzungen, performative Skizzen und künstlerische Übersetzungen basierend auf ethnografischen Daten. In einem kollaborativen Prozess wurde die Theaterbühne als Raum für Begegnungen zwischen Ethnografie, Theaterperformance und szenischem Storytelling erforscht.

Die Theaterperformance ist aus der Lehrveranstaltung „Angewandte Anthropologie und performative Ethnographie“ mit Christa Markom und Myassa Kraitt hervorgegangen. Es ging darum einen Teil der Auseinandersetzungen mit dem "anthropologisch sein" sichtbar zu machen über eine für uns unübliche Form des Ausdrucks. Dabei standen Interdisziplinarität, Ethik und Verantwortung als Anthropolog*innen im Mittelpunkt. Die zentrale Frage war "Wer sind wir als Anthropolog*innen?" und wurde mit der Frage "Wie für die Bühne übersetzen?" verknüpft.

Durch Techniken wie Storytelling, Improvisation und Forumtheater, aber auch durch Teamarbeit und kollaborative Prozesse, haben die Studierenden die Grenzen zwischen wissenschaftlichem Denken und künstlerischem Schaffen überschritten. Das Theater wurde dabei als soziales Feld verstanden, das nicht nur als künstlerischer Raum dient, sondern auch als Ort der politischen Aushandlung und Mobilisierung im Sinne von Frantz Fanon. Victor Turners Konzept des sozialen Dramas ließ sich hier einbringen, um zu verdeutlichen, wie Theater Konflikte und gesellschaftliche Spannungen sichtbar macht und verhandelt. Diese performativen Prozesse bieten Raum für Reflexion, aber auch für Transformation.


CollAct - Collaborative Action Against Discrimination in Anthropology

CollAct entstand aus der dynamischen und kollaborativen Lehrveranstaltung "Antidiskriminatorische kollaborative Anthropologie zwischen Studierenden und Lehrenden", die sich intensiv mit dem Thema Diskriminierung auseinandersetzte, im Sommersemester 2024 unter der Leitung von Christa Markom.

Ziel war es, einen Raum zu schaffen, indem wir gemeinsam Erfahrungen sammeln, dokumentieren, austauschen und reflektieren können.

Die Ausstellung/Installation lädt alle ein, an diesem transformativen Prozess teilzunehmen. Als Wanderausstellung konzipiert, soll CollAct nicht nur Einblicke gewähren, sondern auch andere Institute inspirieren, sich ebenfalls intensiv mit diesen wichtigen Themen zu beschäftigen und die Ausstellung weiterzuführen.

Darüber hinaus hoffen wir auf die Fortsetzung solcher innovativen Lehrveranstaltungen, in denen Zusammenarbeit als experimenteller und stetig wachsender Prozess erlebt wird. Unser Ziel ist es, universitäre Hierarchien & Diskriminierungen schrittweise abzubauen – von den kleinen Strukturen bis hin zu den größeren Systemen.

Impressionen der CollAct Ausstellung

In den Gängen brodelt es: Eine Ethnographic Novel

Hier geht es zur Ethnographic Novel, die von den Studierenden des Seminars verfasst wurde.

Dekoration


Digitale Ausstellung: Politics of (In)visibility

Im Zuge des Seminars "Politics of (In)visibility" unter der Leitung von Sanderien Verstappen haben MA-Studierende des Instituts in den Sommersemestern 2022 und 2024 experimentelle Kurzfilme zum Thema (in)visibility geschaffen.

Zum Hintergrund: Im erste Teil des Seminars „Politik der (Un-)Sichtbarkeit“ lasen die Studierenden Theorien und ethnografische Fallstudien, um über verschiedene Praktiken des Sehens, Zeigens und Verbergens im Bereich des Staates, der Medien und des Alltagslebens der Menschen nachzudenken. Auf der Grundlage dieser Lektüre wählten die Studierenden im zweiten Teil des Seminars einen konzeptionellen Fokus aus, um ein kleines Forschungsprojekt zu einer Kollektion visueller Darstellungen durchzuführen.

Sommersemester 2022

Sommersemester 2024


Blog: Good Drugs Bad Drugs

Im Seminar "Good Drugs - Bad Drugs. Substanzen und Subjekte in Gesellschaft" am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern (WS 2020) unter der Leitung von Janina Kehr beschäftigten sich Studierende mit "Drogen" als fluide gesellschaftliche Substanzen, die seit zwei Jahrzehnten ein wichtiges Forschungsfeld der Medizinanthropologie darstellen. Die Studierenden stellen auf diesem Blog Substanzbiographien vor, die sie sich in Kleingruppen selbst erarbeitet haben. Im Sommersemester 2022 wurde im Zuge einer Neuauflage des Seminars "Good Drugs - Bad Drugs. Substanzen und Subjekte in Gesellschaft" der Blog von BA Studierenden unseres Instituts um neue Substanzen ergänzt.


Virtuelle Ausstellung "Leichen im Keller"

Informationen zur Lehrveranstaltung

Ausstellungsbild