Nina Haberland, BA MA

Universitätsassistentin (PraeDoc)

Kontakt

Institut für Kultur- und Sozialanthropologie
Neues Institutsgebäude (NIG) der Universität Wien
Universitätsstraße 7, 1010 Wien
4. Stock, Raum: C0422

T: +43-1-4277-49562
E-Mail: nina.haberland@univie.ac.at

Sprechstunden

Donnerstag 14 - 15 Uhr

Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen: u:find

Forschungsschwerpunkte

  • Verwandtschaft
  • Care
  • Reproduktion
  • anthropologische Fachgeschichte
  • ländliches Afrika
  • Tansania

Kurzbiographie

Nach dem Bachelorstudium in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein studierte Nina Haberland Kultur und Gesellschaft Afrikas mit den Schwerpunkten Ethnologie und Entwicklungssoziologie an der Universität Bayreuth (Titel der Masterarbeit: "Unfruchtbare Eltern. Kinderlosigkeit im nördlichen Togo"). Nach ihrem Abschluss arbeitete sie an selbiger von 12/2015 bis 11/2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG geförderten Forschungsprojekt "Innerfamiliäre Ressourcenflüsse und Generationenbeziehungen in Westafrika" (Projektleitung: Prof. Dr. Erdmute Alber). Seit 3/2017 ist sie Universitätsassistentin (prae doc) am Institut für Kultur und Sozialanthropologie der Universität Wien und promoviert zu Auflösungsprozessen von Verwandtschaftsbeziehungen mit regionalem Schwerpunkt Ostafrika, Tansania. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Verwandtschaftsethnologie sowie der anthropologischen Fachgeschichte.


Dissertationsprojekt

Auflösungsprozesse von Verwandtschaftsbeziehungen im nördlichen Tansania

Betreuerin: Tatjana Thelen

Trennung, Ausgrenzung oder gar die Auflösung von Verwandtschaftsbeziehungen passen nicht in allgemeine Vorstellungen afrikanischer Verwandtschaftsverhältnisse. Diese werden häufig in Form von generationenübergreifender Reziprozität auf der einen oder sogenannter „Vetternwirtschaft” auf der anderen Seite dargestellt. Beiden Bildern wohnt die Vorstellung einer Omnipräsenz von Verwandtschaft in Afrika inne. Da Verwandtschaft aber auch im afrikanischen Kontext gleichermaßen von Inklusion und Solidarität wie von Ausgrenzung, Diskriminierung und Konkurrenz geprägt ist, widmet sich das Dissertationsprojekt Auflösungsprozessen von Verwandtschaftsbeziehungen im ländlichen Tansania. Denn obwohl in den letzten Jahren mehrfach auf die Notwendigkeit verwiesen wurde, Verwandtschaftsauflösungen ebenfalls in den Blick zu nehmen und über Prozesse des undoing kinship nachzudenken, ist dies noch nicht systematisch angewendet worden. Der zentrale Fokus des Forschungsprojektes richtet sich auf Prozesse von Verwandtschaftsauflösungen, die sich auf einer alltagspraktischen Ebene vollziehen, und fragt, wie diese Prozesse mit anderen gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden sind. Der Blick auf die entgegengesetzten Prozesse des Verwandtmachens kann so nicht nur neue Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Prozesse von Verwandtschaft und den Einfluss von politischen und ökonomischen Prozessen auf diese bringen, sondern auch die Rückwirkungen verwandtschaftsauflösender Prozesse auf gesellschaftlichen Wandel aufzeigen.


Vorträge

„Left behind and alone? Elderly Care in rural Circumstances of Western African Hinterland Villages”, Colloque International „Entre ordre et instabilité: les défis des insécurités dans les Afriques en transition”, 10.-12.03.2016, Université d’Abomey-Calavi Cotonou, Benin